I got the world in motion

Griechenland

Samstag, 02. April:

Um Sonntagmorgen unseren Flieger rechtzeitig zu erreichen, traf ich mich mit den anderen Musikern bereits am Abend zuvor zur Abfahrt an der MSO. Bis alle der 63 mitreisenden - ihren Sitzplatz gefunden hatten, verging einige Zeit, so dass wir schließlich um viertel vor zwölf die Reise nach Düsseldorf antraten.

Sonntag, 03. April:

Nach vier Stunden Busfahrt kamen wir am Flughafen an, gaben dort unser Gepäck auf und checkten ein. Überraschenderweise schafften es alle Sängerinnen und Sänger durch die strengen (!) Sicherheitskontrollen . Nachdem auch die „Erstflieger“ den Flug erfolgreich gemeistert hatten, landete ich mit den anderen Musikern um ca. 11.00 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr deutscher Zeit) auf griechischem Boden. Nach einer halbstündigen Busfahrt ereichte ich mit den anderen das Hotel in der Nähe des Hafens von Piräus. Nach Zimmeraufteilung und Erkundung der Umgebung trafen wir uns am Abend mit Anna-Maria zu einer Stadtführung in Athen. Hier genossen wir bereits einen kurzen Ausblick auf die beeindruckende Akropolis, die gegen Abend hin beleuchtet ist.

Montag, 04. April:

Direkt nach dem Frühstück ging ich zu unserer Gastschule „Jeanne d'Arc“, einer französisch sprechenden katholischen Eliteschule, um dort unseren Partnerchor erstmals kennen zu lernen. Ich und die anderen wurden mit offenen Armen begrüßt und fühlten uns sogleich wie zu Hause. Auch hatten unsere Gastgeber eine Willkommensparty für uns organisiert, bei der es neben typisch griechischem Essen auch Musik gab, die zum Tanzen aufforderte. Anschließend ging zum Proben in das dortige Auditorium. Hier probten wir zunächst mit dem griechischen Chor gemeinsam, um dann unser Programm für die Konzerte am Mittwoch in den folgenden drei Stunden vorzubereiten. Wie versprochen stand am Nachmittag eine Sightseeing-Tour in Piräus auf dem Programm. Als besonderes Extra hatten unsere griechischen Gastgeber ein vorzügliches Abendessen in einem traditionellen Fischrestaurant organisiert.

Dienstag, 05. April:

Die für Dienstagvormittag vorgesehene dreistündige Probe, teilweise gemeinsam mit dem griechischen Chor, bereitete mich perfekt auf das am Mittwoch stattfindende Konzert vor. Zuvor jedoch erhielt ich ein Einblick in das griechische Schulsystem und besuchte den dortigen Französischunterricht. Nach einem kleinen Snack in der Schule machten ich mich um 11.00 Uhr erneut mit der Metro auf den Weg nach Athen, um die Akropolis auch aus der Nähe in Augenschein nehmen zu können. Besonders beeindruckend war der Blick auf die Stadt Athen mit ihren vielen historischen Bauwerken.

Mittwoch, 06. April:

Mit Notenmappen und Konzertkleidung gerüstet, trafen ich mich mit den anderen Musikern vormittags zum gemeinsamen Konzert auf der schulischen Bühne und überraschten das Publikum mit griechischen Einlagen. Das zweite Konzert an diesem Tag ging ebenfalls mit sehr viel Spaß und Engagement über die Bühne, so dass auch die anwesenden offiziellen Vertreter der Stadt von uns begeistert waren. Wir hatten es erneut geschafft, durch eine Mischung aus traditionellen Volksliedern, besinnlichen geistlichen Liedern, Gospels und modernen Poparrangements das Publikum zu überzeugen. An diesem Abend verlebte ein Teil der Gruppe einen feucht-fröhlichen Abend im Hotel, während sich der Rest auf eine Erkundungstour des piräischen Nachtlebens begab.

Donnerstag, 07. April:

Da ich ja sowieso schon nahe am Hafen untergebracht war, stellte es kein großes Problem dar, mit der Fähre die Insel Ägina zu besuchen. Nach dem Frühstück machten ich mich also auf den Weg zum Hafen und legten nur wenig später ab. An Deck genoss ich bei strahlendem Sonnenschein die wunderbare Aussicht und den unvergleichlichen Charme Griechenlands. Auf Ägina angekommen unternahm ich eine Inselrundfahrt, auf der ich ein paar der insgesamt 365 Kirchen dieser Insel zu Gesicht bekamen. Anschließend begab ich mich zum Mittagessen in ein direkt am Strand gelegenes Restaurant. Danach ging es mit der Fähre zurück nach Piräus.

Freitag, 08. April:

Auch heute stand noch einmal die Kultur an oberster Stelle. Den wärmsten Tag der Reise musste ich leider zum großen Teil in einem Bus verbringen ?... ich wurde jedoch von unserem Exkursionsziel, Delphi als Ort des antiken Orakels voll und ganz entschädigt!! Ein Besuch an einem Ort von solch einer historischen Wichtigkeit und Bedeutung kann man nur empfehlen. Als dann auf dem Heimweg kurzzeitig die Klimaanlage ausfiel, befürchteten ich schon das Schlimmste, doch der Busfahrer konnte das Übel gerade noch einmal abwenden. Der Abend war meine letzte Chance das Nachtleben auf eigene Faust zu erkunden.

Samstag, 09. April:

Am letzten Tag dieses schönen Austausches stand erneut ein Konzert in der Gastschule auf dem Programm. Dort fand nämlich ein Tag der offenen Tür statt und es wurde ein so genannter „Bazaar“ veranstaltet. Hierzu eingeladen waren neben offiziellen Vertretern der Stadt auch alle Eltern und Verwandten, so dass wir nochmals vor einem großen Publikum erfolgreich singen durften. Den Tag nutzten die meisten Musiker, nochmals um Athen zu besuchen oder auch in Piräus die letzten Einkäufe und Mitbringsel zu erwerben. So endete unser letzter Abend in Griechenland.

Sonntag, 10. April:

Um auch pünktlich am Flughafen in Athen anzukommen, mussten ich sehr früh aufstehen. Nach gründlichster Zimmerkontrolle und dreimaligem Nachprüfen ging es zum Flughafen und ab nach Deutschland. Nach einer vierstündigen Busfahrt von Düsseldorf nach Hersfeld, kam ich schließlich gesund und munter zu Hause an. Alles in allem kann man nur sagen: Diese Reise war ein voller Erfolg.